Autor: Ingeborg Bachmann
Titel: Malina
Verlag: Suhrkamp Verlag KG
ISBN: 3518015346
Preis: 18,80 Euro
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Autor: Ingeborg Bachmann
Titel: Malina
Verlag: Suhrkamp Verlag KG
ISBN: 3518015346
Preis: 18,80 Euro
Die namenlose Ich-Erzählerin des Romans, eine in Wien lebende bekannte Schriftstellerin, reflektiert und beschreibt ihre Situation als Geliebte zweier Männer. Vordergründig eine Dreiecksgeschichte zwischen Ich-Erzählerin, ihrem Geliebten Ivan und Malina, mit dem sie zusammenlebt, findet das eigentliche Geschehen im Innern der Protagonistin statt. Ihre seelischen Konflikte,ihre Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien, ihre Vorstellung von Glück werden eindringlich und beklemmend dargestellt. Im ersten Kapitel Glücklich mit Ivan beschreibt die Erzählerin ihr Verhältnis zu ihrem unerreichbar erscheinenden Geliebten. Malina, der >>dritte Mann<< aus dem zweiten Kapitel, ist Repräsentant der Vernunft, der die materielle Grundlage ihres Zusammenlebens sichert. Er erscheint als der männliche Teil im Bewusstsein der Erzählerin. Seine Rationalität ist dem weiblichen Ich lebensnotwendig, sie kann jedoch ihre Ansprüche ihm gegenüber nicht geltend machen. Malina wirkt menschlich und gesellschaftlich überlegen. Die Unterdrückung nimmt das weibliche Ich trotz des Wunsches nach Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung ohne Gegenwehr hin. Die Traumsequenzen der Ich-Erzählerin im zweiten Kapitels kreisen um ihren Vater. Die Ich-Erzählerin setzt die Herrschaft des Vaters über das Kind mit der Herrschaft des Mannes über die Frau gleich. Die Unterdrückung wird zusätzlich in den historischen Kontext des Holocaust gestellt. Das dritte Kapitel Von letzten Dingen ist als ein fiktiver Dialog zwischender Erzählerin und Malina über das Schreiben.